Der Mond

Der Mond, lateinisch Luna, ist der einzigste natürliche Himmelskörper, welcher die Erde umkreist. Er wird daher auch als Erdplanet bezeichnet. Durch seine  Entfernung von 384.000 km  von der Erde erscheint er groß und ist mit bloßem Auge zu betrachten. Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 km und ist damit ein viertel so groß wie unsere Erde. Seit Jahrtausenden wurde der Stand des Mondes zusammen mit dem Stand der Sonne von den Menschen als Orientierung genutzt. Beide prägten den Kalender für den Menschen.

Der Mond selbst ist der der einzigste Planet, welcher je von Menschen betreten wurde und ist dadurch auch der erforschteste Himmelskörper im Sonnensystem. Neil Armstrong, der Kommandant von Apollo 11, betrat am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond.

Wenigen Menschen war bisher der Blick vom Mond auf die Erde möglich. Das die Chinesische Mauer vom Mond aus sichtbar ist, ist nur ein Mythos. Die Mauer ist etwa so breit wie eine Straße.

Aus heutiger Sicht ist der Mond vor ungefähr  4,5 Milliarden Jahren durch den Zusammenprall der Erde mit einem anderen Planeten, der nur halb so groß wie die Erde war, entstanden. Es wurden dabei Teile in die Erdumlaufbahn geschleudert und daraus formte sich der Mond.

Der Mond weist zwei verschiedene Gebiete auf, einerseits kraterreiche und hellere Hochländer, diese können eine Höhe bis 8.000 m erreichen. Weiterhin sind dunklere, meist runde Tiefebenen, die so genannten Mare vorhanden. Die Mare selbst sind ebenfalls vor 4,5 Milliarden Jahren durch Meteoriteneinschläge entstanden. Die Einschlagskrater wurden vor 3 bis 4 Milliarden Jahren, während der letzten vulkanischen Tätigkeit des Mondes, mit einer dünnen und flüssigen Lava überzogen. Abgesehen von einigen vereinzelten Einschlägen passiert seit 3 Milliarden Jahren auf dem Mond nichts mehr. Der Himmelskörper besitzt im Gegensatz zur Erde keine Atmosphäre, welche ihm Schutz vor Meteoriteneinschlägen und Sonnenstrahlung bietet. Auf dem Mond herrschen tagsüber  Temperaturen von 140 °C und nachts von  -170°C.

Der Mond umläuft die Erde in kreisförmigen Bahnen in 27 Tagen, 7 Stunden und 43,7 Minuten. Durch seine Umkreisung der Erde und der Umkreisung der Erde um die Sonne ändert der Mond ständig seine Gestalt. Der Mond verändert dabei seinen Stand gegenüber zur Erde und Sonne und wird so unterschiedlich durch das Sonnenlicht beschienen. Dadurch entstehen die einzelnen Mondphasen. Dem Betrachter erscheint es so, als ob die Größe des Mondes sich verändert, aber er behält ständig seine Größe.

Mondphasen

Insgesamt gibt es acht Mondphasen. Bei Neumond steht er in Richtung zur Sonne. Sichtbar ist für den Betrachter nur seine Nachtseite, dass heißt er geht mit der Sonne auf und auch wieder unter. In der Nacht ist kein Mond am Himmel sichtbar.

Bei zunehmendem Mond entfernt sich der Mond nach Neumond von der Sonne in Richtung Osten. In dieser Mondphase geht er nach der Sonne unter, dabei ist er als Mondsichel in der Abenddämmerung sichtbar.

Bei zunehmenden Halbmond im ersten Drittel ist von der Erde aus nur die Hälfte der Mondtagesseite sichtbar. Während dieser Mondphase geht der Mond zur Mittagszeit auf und um Mitternacht unter. Der Mond ist bei einer klaren Witterung dann bereits schon am Nachmittag erkennbar. Sein Stand zur Sonne beträgt dabei 90°. Geht der Mond dann unter steht er dabei in Richtung Süden. Während dieser Mondphase ist die zweite Nachthälfte mondlos.

Während der Phase des zunehmenden Mondes ist er ab den Nachmittagsstunden bis nach Mitternacht sichtbar. Er steht dabei weiter entfernt zur Sonne als die Erde.

Der Vollmond ist während der gesamten Nacht sichtbar. Von der Sonne ausbetrachtet steht er dabei hinter der Erde, die der Erde zugewandte Mondhälfte befindet sich im Sonnenlicht. Während dieser Phase geht der Mond bei gleichzeitigem Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter.

Nach dem Vollmond folgt die die abnehmende Mondphase, dabei ist er bereits vor Mitternacht bis zum Vormittag sichtbar. Die ersten Nachtstunden bleiben anfangs mondlos. Bei einer klaren Witterung ist der abnehmende Mond auch noch nach Sonnenaufgang sichtbar.

Bei abnehmender Mondphase im letzten Viertel geht der Mond um Mitternacht auf und ist bis zum Mittag sichtbar. Der Mond steht in diesem Viertel gleich weit von der Sonne entfernt, wie auch die Erde. Der Halbmond bildet dabei einen rechten Winkel zwischen Erde und Sonne. Es hat den Anschein, dass der Mond durch eine Gerade in eine beleuchtete und eine unsichtbare Seite geteilt wird.

Wenn nur noch einige Tage bis Neumond fehlen, spricht man von einer abnehmenden Mondsichel. Der Mond geht dann erst  morgens auf und ist bis nach dem Mittag sichtbar. In den Morgenstunden ist er als Sichel sichtbar. Die Nacht ist während dieser Phase mondlos.  Der gesamte Mond erscheint nach ungefähr zwei Tagen nach abnehmendem Mond aschgrau. Der Mond wird dabei von der Erde her beleuchtet und dieses Licht wird zur Erde wieder reflektiert.

Während der Vollmondphase kann es zu einer Mondfinsternis kommen, wenn sich Erde, Sonne und Mond auf einer gleichen Linie befinden. Der Mond steht dabei von der Sonne ausbetrachtet genau hinter der Erde. Entscheidend für die Entsehung ist aber der Winkel in welchem der Mond zur Erde steht. Der Mond  befindet sich dabei vollends im Schatten der Erde. In Deutschland entsteht eine Mondfinsternis ungefähr alle zwei Jahre. Die Bezeichnung „Mondfinsternis“ ist allerdings nicht sehr zutreffend, denn der Mond verfinstert sich dabei nicht, sondern er leuchtet in einem Rot. Diese Rotfärbung entsteht durch eine Zerstreuung der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre der Erde. Aus früheren Jahrhunderten wurden verschiedene Legenden vom „Blutmond“ übermittelt, in denen böse Gestalten den Mond jagen.