Neptun

Neptun ist der äußerste Planet im Sonnensystem. Er ist 30-mal weiter entfernt von der Sonne als die Erde. Mit bloßem Auge ist er am Horizont nur sehr schwach erkennbar. Wegen seiner weiten Entfernung, 4.504 Millionen km, von der Sonne empfängt der Planet nur wenig Wärme. Auf dem Neptun herrschen Temperaturen von -200° C bis zu -218° C. Er ist der kälteste Ort im gesamten Sonnensystem.

Seinen Namen erhielt der viertgrößte Planet der Galaxie von dem römischen Gott des Meeres. Entdeckt wurde er bereits im Jahr 1846 aufgrund seiner auf Uranus wirkende Schwerkraft. Die Deutschen Johann Galle und Heinrich D´Arrest entdeckten in der Berliner Sternwarte den Planeten. Die Grundlage dafür waren Berechnungen der Position des Planeten von Urban J.J. Leverrier und John C. Adams. Aber lange Zeit gab es keine Erkenntnisse über diesen Planeten. Erst durch die Raumsonde Voyager II konnten im Jahr 1989 erste Aufnahmen von dem Planeten gemacht werden.

Neptun hat einen Durchmesser von 49.532 km. Die Sonne umkreist er in 164,8 Jahren, dagegen dreht er sich um seine eigene Achse in 16 Stunden und 3 Minuten. Neben den Planeten Uranus, Saturn und Jupiter ist auch Neptun ein Gasplanet. Es bestehen Vermutungen, dass der Planet einen kleinen festen Kern aus Stein und Metall besitzt, welcher von Schichten aus Wolken, Gasen, sowie Eis umgeben ist. Ebenfalls wird angenommen, dass Neptun genauso schwer ist wie die Erde. Der Planet ist von einer Atmosphäre aus Wasserstoff, Helium und Methan umgeben. Auf dem Planeten kann es zu Stürmen mit einer Geschwindigkeit von 2100 km/h kommen. Der Neptun verfügt daneben auch über ein Ringsystem. Er besitzt 13 Monde. Der Größte davon ist Triton, mit 2.000 km. Seine Atmosphäre besteht aus flüssigem und gefrorenem Stickstoff. Aufnahmen belegen, dass aktive vulkanische Gebiete auf Triton vorhanden sind. Wie auch der Planet selbst ist Triton nur mit Teleskopen zu erkennen. Neptun ist als eine bläuliche, grüne und kleine Scheibe erkennbar.