Die Sonne

Durch die Sonne ist erst ein Leben auf der Erde möglich. Sie strahlt Licht und Wärme in das gesamte  Sonnensystem. Ihr Gewicht ist 1.000mal höher als das aller Planeten des Sonnensystems zusammen. Sie hat einen Durchmesser von 1,4 Millionen km und ist rund 150 Millionen km von der Erde entfernt. Ihr Alter beträgt 4.500-4.700 Millionen Jahre. Die Sonne  besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Auf ihrer Oberfläche herrschen 5.500°C. Ihre Strahlungsenergie erhält die Sonne durch Kernfusion. In ihrem Inneren wird bei einer Temperatur von 15 Millionen Grad und einem Druck von 100 Millionen bar, Wasserstoff in Helium verwandelt. Dadurch entsteht Wärme und Licht. Allein trifft auf die Erde pro Quadratmeter eine Strahlungsleistung von 1,37 Kilowatt.


Bei der Beobachtung der Sonne sind teilweise Flecken sichtbar, die so genannten Sonnenflecken. Sie sehen fast schwarz aus und strahlen nicht sehr viel Licht ab. Die Ursache dafür besteht darin, dass an diesen Stellen der Sonnenoberfläche die Temperatur niedriger ist. Es ist darauf zu achten, dass die Sonnenbeobachtung nur mit Objektivfiltern ausgestatteten Teleskopen erfolgt. Bei ungeschützten Beobachtungen kann es zur Erblindung führen.

Umgeben ist die Sonne mit einer sehr dünnen Atmosphäre, der Korona. Sie besteht aus über 1 Million Grad heißes Gas. Aufgeheizt wird die Korona durch Magnetfelder, besser durch die von den Magnetfeldern induzierten elektrischen Ströme. Diese Atmosphäre kann während einer totalen Sonnenfinsternis mit bloßem Auge beobachtet werden.

Die Sonne ist ein Teil der Milchstraße, in welcher sie sich bewegt. Sie umläuft mit einer Geschwindigkeit von 220 Kilometer pro Sekunde das Zentrum der Milchstraße in 200 Millionen Jahren. Um sich selbst dreht die Sonne sich in 25 Tagen.

In einer Entfernung von 150 Millionen Kilometer umläuft die Erde in kreisförmigen Bahnen die Sonne. Durch die unterschiedliche Neigung der Erdachse kommt es zum Wechsel der Jahreszeiten. Im Nordsommer steht die Nordhalbkugel der Erde zur Sonne geneigt, dann sind die Tage lang und die Sonne steht dabei steil am Horizont und es ist heiß. Im Herbst und im Frühjahr steht sie senkrecht auf dem Erdäquator. Dadurch erhalten beide Erdhalbkugeln die gleiche Sonnenstrahlung. Hingegen steht im Nordwinter die Nordhalbkugel der Erde von der Sonne abgeneigt. Dies äußert sich in kurzen Tagen in unseren Breiten, ebenso steht die Sonne tief am Horizont und die Temperaturen sind kalt. Zu gleicher Zeit ist aber die Erdsüdhalbkugel der Sonne zugewandt, dadurch ist beispielsweise in Südafrika Sommer.